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Tiergestützte Therapie

„Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.“

Louis Armstrong

Wir bieten in unserer Praxis tiergestützte Sprachtherapie an mit unserem ausgebildeten und zertifizierten Therapiebegleithundeteam Carolin Schlüter und dem Labrador Balu an.

Der freundliche Labradorrüde Balu wurde im Juli 2017 geboren und hat im Sommer 2019 die Prüfung zum Therapiebegleithund nach der Steinfurter Pädagogik / Therapiebegleithund-Methode mit Erfolg absolviert. In der Therapie unterstützt er unsere Patienten als Helfer und Co-Therapeut und hilft dabei als Spielpartner Kommunikationsbarrieren schnell aufzulösen. Durch seine bedingungslose Akzeptanz und Wertefreiheit erhöht der die Frusttoleranz, stärkt das Selbstwertgefühl der Kinder und ermöglicht so eine lockere und freundliche Atmosphäre, bei denen die Patienten mit Spaß und zusätzlicher Motivation lernen können. Das sorgt für eine spürbare Stressreduktion.

In der Sprachtherapie werden darüber hinaus natürlich das Sprachverständnis, Begriffsbildung und die Sprachfähigkeit und die Merkfähigkeit der Patienten gefördert. Daher ersetzt Balu selbstverständlich keinen menschlichen Therapeuten, sondern unterstützt jeden Patienten auf seinem individuellen Behandlungsweg.

VocaSTIM®

Zur Unterstützung von Aufklärung und Behandlung bei Stimmstörungen, Schluckstörungen, Dysarthrien (Sprechstörungen, die durch das Nervensystem bedingt sind), und Facialisparesen (Lähmungen von Gesichtsnerven) besteht in unserer Praxis die Möglichkeit, ein VocaSTIM®-Gerät zu verwenden.

Das innovative VocaSTIM® kann helfen, gelähmte oder geschädigte Nervenbahnen durch elektronische Impulse zur Wiederherstellung anzuregen. Verlorene Funktionen können durch das Gerät gegebenenfalls auch ausgeglichen werden. Das VocaSTIM® dient als Ergänzung zur klassischen logopädischen Therapie und basiert auf den neuesten Forschungsergebnissen der Neurophysiologie.

Folgende Störungsbilder können mit dem VocaSTIM® behandelt werden:

Stimmstörungen mit N. recurrens-Parese (Stimmbandlähmung)

Stimmstörung mit N. laryngeus-superior-Parese (Lähmung des oberen Kehlkopfnerves)

Stimmstörungen mit kombinierten Larynxparesen (Lähmungen des Kehlkopfes)

Ankylosiscapsularis der Aryknorpel (Versteifung der Stellknöchelchen)

Dysphagien (Schluckstörungen)

Dysarthrien (neurogene Sprechstörungen)

Facialisparesen (Gesichtslähmung)

Neuromuskuläre Ermüdungen (Nerven und Muskeln)

Neuromuskuläre Verspannungen (Nerven und Muskeln)

LSVT-THINK LOUD

„Wenn wir nur hören und verstehen könnten, was sie sagt!“ LSVT (Lee Silverman Voice Treatment) ist eine evidenzbasierte logopädische, physio- und ergotherapeutische Behandlungsmethode, die 1987 von Sprachtherapeuten in den USA für Menschen mit Parkinson entwickelt wurde.

Think Loud!

89% aller Parkinsonpatienten bekommen im Verlauf ihrer Erkrankung eine immer leiser und heiser werdende Stimme, eine verwaschene Aussprache und monotone Sprechweise. Mit einer Sprech- und Stimmtherapie kann dieser Einschränkung der Kommunikation gezielt entgegen gewirkt werden. Um eine bestmögliche Behandlung garantieren zu können, darf LSVT LOUD nur von Sprachtherapeuten durchgeführt werden, die eine Zertifizierung von LSVT Global erhalten haben. In der Therapie mit LVST LOUD werden die Stimmlautstärke, Artikulation, Intonation, Mimik und die neuroyale Steuerung von Stimme und Sprechen verbessert. Außerdem werden in Studien positive Auswirkungen auf das Schlucken und die Wortfindung der Patienten beschrieben.

Wissenschaftlicher Hintergrund

LVST LOUD ist der erste Therapieansatz zur Behandlung einer Sprech- und Stimmstörung bei Patienten mit Morbus Parkinson mit Evidenzgrad Level 1. In internationalen Studien wurde nachgewiesen, dass selbst zwei Jahre nach der Therapie die Stimm- und Sprechqualität noch besser ist als vor der Behandlung. Nach dem Motto „Übung ist Medizin“ basiert LSVT auf den Erkenntnissen zur Neuroplastizität: Übungen mit hoher Intensität, vielen Wiederholungen, Bedeutsamkeit und angemessenem Schwierigkeitsgrad für den Patienten regen die Neuroplastizität an. Die Therapie wirkt sich stimulierend auf die Hirnfunktion aus und kann die Krankheitssymptome spürbar mindern und somit das allgemeine Wohlbefinden steigern.